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Mai 08 2018

Am 28.4.2018 hatte das Bestattungs-Institut Berdon Rastatt, zu einer Besichtigung des FriedWalds Rheinau geladen. Um 12:30 Uhr bestiegen rd. 40 Interessenten den vor dem Gasthaus Engel bereitstehenden Bus.
Berdon-Inhaber Andreas Schnepf begrüßte die Teilnehmer, stellte seine fünf Mitarbeiterinnen vor, die die Fahrt begleiteten und die Teilnehmer betreuten und den Fotographen Focken aus Bühl.
Dann sprach er über das Thema ‚FriedWald’ „Die Bestattungswege sind heute so bunt und vielfältig wie unsere Gesellschaft. Schon lange beobachten wir den Trend von der Erdbestattung zu Einäscherung und Urnenbestattung. Und ein ähnlicher Trend ist seit einiger Zeit zu beobachten: Immer mehr Menschen haben den Wunsch nicht im Friedhof, sondern in der freien Natur ihre letzte Ruhestätte haben zu wollen, also die Bestattung im FriedWald. Im Wald ist man der Natur besonders nahe, man spürt wie sich ständig alles wandelt, vergeht und neu entsteht. Von besonderer Bedeutung ist der Baum: mit seinen sich nach oben öffnenden Ästen weist er den Weg hinüber ins Jenseits. Der Baum ist für die Trauernden ein Tröster; er ist der Mittler zwischen den Trauernden und den Verstorbenen.“ In seinen weiteren Ausführungen ging Herr Schnepf auf das bevorstehende Programm ein: Eine FriedWald-Försterin stelle zuerst das Konzept des FriedWalds vor und mache dann eine etwa eineinhalbstündige Führung, während der sie vor Ort die Einzelheiten erläutere. 

Die Fahrt zum FriedWald Rheinau
führte an Iffezheim vorbei durch Hügelsheim, Stollhofen, Scherzheim, Memprechtshofen in rd. 40 Minuten zum FriedWald Rheinau. Am Parkplatz befinden sich eine große Informationstafel, daneben eine Box mit Falt-Prospekten im Postkarten-Format, auf denen das Wichtigste zum FriedWald Rheinau zu finden ist, sowie eine DIXI-Toilette.
Wie funktioniert der FriedWald Rheinau?
FriedWald-Försterin Sabine SchäferHerr Schnepf stellte den Teilnehmern die FriedWald-Försterin Sabine Schäfer vor.
Von ihr erfuhren die Teilnehmer mehr über den FriedWald Rheinau. Zuerst schilderte Frau Schäfer die Entstehung der FriedWald Bewegung in Deutschland (siehe Kasten unten) und erklärte dann den Zusammenhang zwischen der FriedWald GmbH und der Gemeinde Rheinau: die Gemeinde Rheinau ist Eigentümerin des 19 Hektar großen Friedwalds, der am 23. April 2010 eröffnet wurde. Die FriedWald GmbH ist die Betreiberin des FriedWalds Rheinau und übernimmt den Verkauf der Plätze an den Bäumen und die Abrechnung mit den Kunden. Die FriedWald-Förster übernehmen die forstliche Seite des FriedWald-Betriebs und machen die Führungen. In der Gemeinde Rheinau ist ein Team von fünf Personen mit dem Betreiben des FriedWalds betraut. Die Lage der Grabfelder erläuterte Frau Schäfer an der Informationstafel.
Der FriedWald Rheinau war der 33. FriedWald-Standort, der in Deutschland eröffnet wurde. Er umfasst drei Bestattungsflächen mit 770 Bäumen im Alter zwischen 90 und 170 Jahren. An Baumarten sind am häufigsten Ahorn, Eiche, Erle (durch die Pilzerkrankung leider aussterbend), Hainbuche und Haselnuss, seltener Eberesche und Robinie. Nadelbäume gibt es keine im FriedWald Rheinau, da sie in dem feuchten Auwald nicht gedeihen. Charakteristisch für den Auwald ist die hohe Grasdecke, die den Waldboden bedeckt.

Vielfalt von Bestattungs-Zeremonien möglich
FriedWald-Försterin Sabine SchäferFrau Schäfer sprach in einem zweiten Teil ihres Vortrags über die Möglichkeiten der Waldbestattungen der FriedWald GmbH: sie stehen jedermann offen, unabhängig von Konfession und Weltanschauung . Auch seien im FriedWald jegliche Art der Bestattungs-Zeremonie möglich: kirchliche, nicht-religiöse, mit oder ohne Ansprache sowie mit oder ohne Musik bzw. Gesang.
Zum Thema Grabschmuck sagte die FriedWald-Försterin: „Im FriedWald übernimmt die Natur die Pflege und die Dekoration der Grabstätten. Grabschmuck, wie wir ihn von Friedhöfen kennen, ist hier nicht gestattet. Stattdessen zieren in der kalten Jahreszeit Eiskristalle oder Schnee die Baumgräber, im Frühjahr einige Blüten und in den warmen Monaten Moose und Farne.“
In der Nähe des Eingangs zum FriedWald Rheinau lädt ein Andachtsplatz zu Veranstaltungen zum Gedenken an die Verstorbenen ein. Er fasst bis zu 100 Personen.

Die Führung durch den FriedWald Rheinau
An verschiedenen Bäumen im Wald hielt Frau Schäfer an und erklärte Einzelheiten der FriedWald-Bestattungen. Für verschiedene Bedürfnisse werden unterschiedliche Baumgräber angeboten: für Familien, für Partner, für Freundeskreise oder alleinstehende Menschen. Die Bäume sind durch farbige Kunststoffbänder gekennzeichnet: blaues Band für Familien oder einen Freundeskreis bis zu 10 Personen; rotes Band für Einzel- oder Partnerbaum; gelbes Band für den Gemeinschaftsbaumplatz für bis zu 10 Personen. Die Asche der Verstorbenen ruht in einer biologisch abbaubaren Urne zwischen den Wurzeln eines Baumes. Sie enthält auch den feuerfesten Schamott-Stein, der im Krematorium mit einer sechsstelligen Nummer versehen wird und der als unverwechselbares Kennzeichen der Asche beigegeben wird.
(Anmerkung der Redaktion: Wir berichteten darüber in RAZ 9/2018 vom 1. März 2018 über einen vom Bestattungs-Institut Berdon organisierten Besuch des Krematoriums Karlsruhe)
Die Urnen werden in einem Abstand von rd. 2 m vom Baum eingegraben, wobei die Förster darauf achten, dass die Gruben nicht im Verlauf der Hauptwurzeln des Baumes ausgehoben werden, sondern im Bereich der feinen Wurzeln, um den Baum möglichst zu schonen. Jeder Baum, der als Bestattungsbaum ausersehen wurde, erhält eine runde Metallplakette mit seiner Nummer.
Text: Götz Schaude, Fotos: Peter Focken
AndachtsplatzDemonstrationsgrabbiokompostierbare Urne
 

 

 

 


 

Wie der Friedwald nach Deutschland kam.

Die Rechtsanwältin Petra Bach bekam Ende der 1990er Jahre zunehmend Anfragen ihrer Mandanten nach einer Waldbestattung in der Schweiz, da es diese Möglichkeit damals in Deutschland nicht gab. Das gab ihr den Anstoß, das Konzept ‚Friedwald’ auch in Deutschland umzusetzen. Sie erwarb die Markenrechte für Deutschland und Österreich und gründete 2000 die Friedwald GmbH mit Sitz in Griesheim bei Darmstadt (www.friedwald.de). Als erster Standort wurde 2001 der FriedWald im Reinhardswald bei Kassel eröffnet.

Die Entwicklung des Friedwalds bis heute

Heute gibt es bereits 62 Friedwald-Standorte in Deutschland. Die  FriedWald-Fläche umfasst 3.067 Hektar Bestattungswald. Bis Ende 2017 fanden bereits rund 92.500 Beisetzungen statt. 230.000 Menschen haben sich für einen Bestattungsplatz in einem FriedWald entschieden (Stand bis Ende 2017). Die Friedwald GmbH hat mittlerweile rund 120 Mitarbeiter, davon über 80 in Griesheim am Unternehmenssitz, der Rest in der regionalen Betreuung bundesweit und in Österreich.

Friedwald-Standorte in Baden-Württemberg:

Schwaigern bei Heilbronn, Heiligenberg über dem Bodensee, Elisenruhe am Bodensee, Schönbuch bei Ammerbuch, Meßkirch bei Sigmaringen, Hegau in Emmingen-Liptingen, Schenkenzell im Kinzigtal, Friedenweiler im Hochschwarzwald, Wangen bei Göppingen, Münsingen auf der Schwäbischen Alb, Rheinau bei Offenburg.

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